Opel: Teure Trennung von GM?

geschrieben am 05.06.2009 um 13:20 Uhr

Anscheinend will der angeschlagene General Motors Konzern die Kontrolle über seine Europatochter Opel nur gegen erhebliche Zahlungsverpflichtungen des Erwerbers abgeben. Opel müsse auch für Patente tief in die Tasche greifen, wie es beim Handelsblatt heißt.

Zwar würde Opel Zugang zum geistigen Eigentum von GM erhalten, müsse dafür jedoch Lizenzgebühren bezahlen. Diese würden sich laut dem Handelsblatt auf 6,5 Mrd. Euro belaufen. Dazu kämen noch die Opel-Vorzugsaktien für GM im Wert von 200 Mio. EUR und eine einmalige Barzahlung von 300 Mio. EUR. Weder Opel noch GM haben sich zu dem Bericht geäußert.

Auch die Pensionslasten bieten noch Zündstoff, denn laut dem Handelsblatt heißt es, dass das Thema bei den Verhandlungen mit Magna zuletzt ausgeklammert wurde. In dem Vorvertrag wurde nicht erwähnt, wer die Pensionslasten in Höhe von 4,5 Mrd. EUR tragen solle. Aus Regierungskreisen heißt es nur, dass Magna mit Opel an einer Lösung arbeite. Es sei jedoch ausgeschlossen, das Magna die Pensionslasten auf den Bund abwälzt. Auch hierzu gibt es keine Stellungnahme von Opel oder von der Regierung.
Hintergrundinformationen und weitere News zu diesem Thema finden Sie unter:
Opel - Firmengeschichte und Aktuelles

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