Das OPC Race Camp-Finale
geschrieben am 27.05.2008 um 13:40 Uhr
Von 18.500 Bewerbern hatten es nur Acht ins Finale geschafft. Es sollten ihre großen 24 Stunden auf den „Ring“ werden. Leider wurden es nur knapp dreizehneinhalb.
Die Geschichte des OPC Race Camp hat ihr großes Finale erreicht. Das Team um Michela Reuter startete mit zwei aufgebauten Astra OPC in der grünen Hölle, der legendären Nordschleife. Dabei gehen Acht Fahrer an ihre Grenzen, die vor einem Jahr von diesem Erlebnis nur träumen konnten. Jetzt haben sie sich tatsächlich mit den besten Tourenwagenfahrern der Welt gemessen.
Sonntagmorgen: 4:33 Uhr, es ist vorbei für Martin Karlhofer und seine drei Teamkollegen. Er klettert aus der 299 PS starken Tourenwagenversion des Opel Astra OPC und streift enttäuscht die blauen Handschuhe ab. Nur knapp 7,5 Stunden vor der Zieleinfahrt ist das Rennen für sie beendet. Der Grund: Zu geringer Benzindruck, wodurch ein zu mageres Benzin-Luftgemisch entsteht. Als Folge dessen: Motorschaden durch mangelnde Schmierung.
Doch bis dahin hatte das Team wirklich für Furore gesorgt. Zuletzt auf Platz 16 im Gesamtklassement von über 213 gestarteten Autos und Platz zwei in der Klasse SP3T – in der gleichen Runde zur Werksmannschaft von Volkswagen. Diese gingen mit Profi-Fahren im neuen Scirroco an den Start.
Als der Motorschaden das Rennen beendete, brach für das Team eine Welt zusammen. Dabei lief es anfangs so gut. Selbst beim Wolkenbruch um zwei Uhr Nachts stand der Amateurfahrer Steffan Leitner seinen Mann und fuhr sogar die fünftschnellste Rundenzeit aller Autos. Und das unter schwierigsten Bedingungen. Doch auch ohne Zieldurchfahrt und Pokale: Ausbilder Reuter hat genug gesehen: "Die Fahrer haben sich auf jeden Fall empfohlen für weitere Einsätze im Motorsport". Und das war auch das Ziel des ungewöhnlichen Renncastings.
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