Airbags für die Karosserie von Mercedes-Benz

geschrieben am 11.06.2009 um 12:15 Uhr

Mercedes-Benz hat ein neues Schutzsystem entwickelt, dass wie ein „Airbag nach Außen“ wirken soll. Als Testfahrzeug für diese Forschungsarbeit mit Namen ESF 2009 wurde eine S 400 Hybrid Limousine genutzt.

Mit einem sogenannten „Braking Bag“, einem Airbag hinter der Vorderachse, soll das Fahrzeug bei einem drohenden Aufprall zusätzlich abgebremst werden. Von einer kurzzeitig verdoppelten Bremswirkung sprechen die Techniker bei Mercedes. Außerdem sollen in Zukunft im ganzen Fahrzeug stufenlos agierende Airbags angewendet werden. Diese blasen sich je nach Unfallschwere, Statur und Sitzposition der Insassen mit 90 bis 150 Liter auf.



Die verblüffendste Neuheit ist der flach zusammengefaltete Flankenschutz aus Metall, der sich bei einem drohenden Seitencrash in sekundenschnelle aufbläst und so schlimme Folgen für die Insassen verhindern soll. Ebenso erwägt man, diese Schutzmechanismen in den Seitenschwellern und Sitzquerträgern einzubauen. Momentan stellt sich allerdings noch das Problem, dass man hierfür wirklich verlässliche Sensoren benötigt. Denn blasen sich die Airbags mit einem Innendruck von bis zu 20 bar auf, gibt dies irreparabele Schäden am Auto.



Auch bei Nachtfahrten soll das ESF 2009 sicherer sein als alle aktuellen Serienmodelle. Neben adpativen Fahrlicht, kommt auch eine Rotlichtkamera zum Einsatz. Diese erkennt Personen und Tiere in großer Distanz und mittels eines Suchscheinwerfers werden diese dann kurzzeitig angestrahlt.


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