Situation in Japan und die Auswirkung auf die gesamte Autobranche

geschrieben am 31.03.2011 um 09:07 Uhr

Die Krise in Japan hat der Autobranche mit ihren komplizierten Produktionsstrukturen einen herben Schlag versetzt. Besonders die japanischen Hersteller wie Toyota könnten weit zurückgeworfen werden. Zwar wurde durch das Erdbeben keine Produktionsanlage komplett zerstört, jedoch permanente Probleme mit der Stromversorgung, fehlenden Zulieferteilen und die bedrückende Lage der Beschäftigten lässt die Produktivität der Werke in den Kellern gehen.

Die Hersteller rechnen bisher mit einem Produktionsausfall von mehr als 365.000 Fahrzeugen. Vor allem die Bonitätseinstufung der Firmen könnte in Zukunft Probleme bereiten. Toyota hat gerade erst begonnen sich sich von der massiven Rückrufwelle von 2010 zu erholen. Nun schmälern hohe Stromkosten und knappe Autoteile den Gewinn. 10 Werke werden noch bis mindestens zum 11. April stillstehen, da es bei etwa 500 elektronischen Bauteilen und Kunststoffkomponenten Lieferprobleme gibt. Auch Honda hält seine drei Werke noch geschlossen. Zwei könnten am 3.April wieder laufen, eines wird wohl noch mehrere Monate nicht voll einsatzfähig sein.

In Deutschland und Europa wird man die Auswirkungen erst in 5 oder 6 Wochen zu spüren bekommen. Viele japanische Fahrzeuge, die in Europa verkauft werden, werden auch hier produziert, zudem seien die Lager noch voll. Die langen Transportwege sorgen dafür, dass der europäische Markt noch nichts direkt von der japanischen Katastrophe merkt.

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Kommentare

Offenes Fahrvergnügen schrieb am 01.04.2011 um 08:35 Uhr:
Das tut mir leid ich hoffe die Firmen erholen sich wieder,wobei sich das schwer sagen lässt,ich denke es wird noch lange dauern,da die gesamte Lage und Zukunft des Landes nicht klar ist.Da kann man mal sehen was so eine Naturkatastrophe mit einem hochtechnologisierten Land anrichten kann,das wird noch nach Jahren Folgen haben.
buch reader schrieb am 02.04.2011 um 15:22 Uhr:
Die Frage die ich mir bezüglich der falschen Messwerte von Tepco stelle ist, ob das reine Unfähigkeit oder ob das Absicht ist. Japans Atomgigant Tepco hat in der Vergangenheit immer wieder Pannen vertuscht. Die Strahlen-Messwerte vom Grundwasser in und um das Atomkraftwerk seien teilweise fehlerhaft, teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde am Freitag mit. Das Grundwasser sei aber dennoch sehr wahrscheinlich verstrahlt. Ich weiss jetzt wirklich nicht was schlimmer ist, allerdings sollte man eins gelernt haben. Das Betreiben solcher gefährlicher Technik sollte in staatliche Hand gegeben werden und nicht mehr in private Hände.
money schrieb am 04.05.2011 um 03:32 Uhr:
In einer Sondersendung des ARD morgenmagazins wurde berichtet, dass es in den nächsten Tagen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu neuen Erdbeben mit einer Stärke von 7.0 kommen soll. Die Naturkatastrophe könnte für das hoch verschuldete Japan auch schwerwiegende ökonomische Folgen haben. Experten befürchten negative Auswirkungen für die gesamte Weltwirtschaft. Die Lage im im AKW Fukushima 1 ist noch immer unübersichtlich. Sowohl im Block 1 als auch im Block 3 sei höchstwahrscheinlich eine Kernschmelze eingetreten. Der Journalist Jake Adelstein bloggte, dass erste radioaktive Partikel bereits Tokio erreicht haben sollen. Auch N-TV berichtet: Die Regierung von Japan gab aktuell neue Warnungen heraus. Die Gefahr für neue Beben in den nächsten 3 Tagen soll bei 70% liegen.
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