Ford-Brennstoffzellenfahrzeuge ohne Mängel bei der HU des TÜV

geschrieben am 27.11.2007 um 13:38 Uhr

Nach 3 Jahren Praxistest kamen gleich vier Brennstoffzellenfahrzeuge des Herstellers Ford zur Hauptuntersuchung die TÜV Rheinland-Servicestation. Die Kraftfahrtexperten überprüften die seriennahen Prototypen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften auf ihre Verkehrssicherheit. Das Ergebnis: keine Beanstandungen.

Im Mittelpunkt der Untersuchung stand – wie bei konventionellen Fahrzeugen – die Verkehrssicherheit. Unter anderem die Kontrolle von Antriebseinheit, Fahrwerk, Lenkung und Beleuchtung. Darüber hinaus checkten die Kontrolleure die Funktionsfähigkeit des regenerativen Bremssystems. Die Wasserstofftanks hatten die Prüfung auf ihre Sicherheit bereits im Vorfeld bestanden.

"Bereits seit Jahren unterstützen wir Ford bei der Entwicklung und Zulassung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen und konnten deshalb bei der Hauptuntersuchung auf unser fundiertes Know-how zurückgreifen", erklärte Gerd Mylius, Leiter der Technischen Prüfstelle NRW beim TÜV Rheinland. So sorgen wir in enger Kooperation mit Ford dafür, dass die europäischen Behörden zum richtigen Zeitpunkt, also wenn alle gesetzlichen Forderungen erfüllt sind, die Typgenehmigungen für die Fahrzeuge erteilen".

Da aus dem Auspuff keine Emissionen sondern lediglich Wasserdampf und warme Abluft entweicht, entfiel die Abgasuntersuchung im Rahmen der HU. Das Brennstoffzellenauto von Ford ist eine viertürige Limousine auf Basis des Ford Focus 1.Im Fahrzeug kombiniert sind die leistungsstarke Brennstoffzelle mit einem zusätzlichen Energiespeicher – einer 250 Volt Batterie. Die Antriebsenergie bezieht der Wagen aus Wasserstoff, der mit 350 bar in den Tanks gespeichert ist, damit erreicht er zusammen mit der Batterie eine Rechweite von 300 Kilometern. In der Antriebseinheit reagiert der Wasserstoff mit dem Luftsauerstoff. Dabei wird elektrische Energie gewonnen welche den Elektromotor antreibet. Der Wirkungsgrad dabei deutlich über dem heutiger Benzin- oder Dieselmotoren.

Ford nimmt mit 16 anderen Herstellern an der Clean Energy Partnership in Berlin teil, welche vorläufig bis Ende 2007 befristet ist. Bei dem Praxis-Großversuch soll vor allem die Alltagstauglichkeit und die Wirtschaftlichkeit von wasserstoffbetriebenen Autos getestet werden. Insgesamt hat Ford eine Flotte von 30 solcher Fahrzeuge, welche auf Leasingbasis an die kunden abgegeben wurden. Diese Fahrzeuge zeichnen rund um die Uhr Messdaten auf – über Verhalten in den verschiedenen Einsatzprofilen und Fahrverhalten. Diese Daten fließen komplett in die Entwicklung der Ford-Brennstoffzellenautos mit ein.
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Ford - Firmengeschichte und Aktuelles

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