Alkohol-Wegfahrsperren wieder im Gespräch

geschrieben am 20.04.2011 um 10:54 Uhr

Jedes Jahr müssen rund 100.000 deutsche Autofahrer ihren Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer abgeben. Nun erwägt die Koalition den Einsatz von technischen Wegfahrsperren, die den Fahrer vor Fahrtantritt ins Röhrchen blasen lassen.

In der Koalitionsfraktion von Union und FDP gibt es derzeit Überlegungen in diese Richtung. Der Alkolock soll zunächst freiwillig von Alkoholsündern eingebaut werden. Dadurch könnte die Zeit des Führerscheinentzugs verkürzt und Punkte schneller wieder abgebaut werden. Das Messgerät verhindert das Starten des Motors, wenn Alkohol im Atem nachgewiesen wird.

Vor allem Fahrer die wiederholt durch Trunkenheit am Steuer aufgefallen sind sollen so zur Vernunft gebracht werden. Das Verkehrsministerium und auch der ADAC stehen diesem System aufgeschlossen gegenüber. Einer Pflicht aller Kraftfahrzeuge oder nur für bestimmte Berufsgruppen steht man jedoch Ramsau kritisch gegenüber. Die rund 1000 Euro teuren Geräte, ähneln optisch einem Navigationsgerät und verfügen über ein Mundstück. Der Motor kann erst gestartet werden, wenn der Fahrer als fahrtüchtig angesehen wird. In anderen Ländern sind solche Geräte bereits im Einsatz.

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Kommentare

GTIParts schrieb am 26.04.2011 um 13:06 Uhr:
Tach, also von der Sache her keine schlechte Idee, aber ich denke es wird auch Mittel und Wege geben, das Gerät zu umgehen, zur Not pustet der Beifahrer rein. Das sollte auf jeden Fall optiemiert werden, vielleicht ist technisch da noch was möglich, per DNA oder so.
Magazin schrieb am 15.05.2011 um 20:53 Uhr:
Die Idee ist sicherlich ganz gut. Ich frage mich nur, wie wird sicher gestellt, daß derjenige der ins Röhrchen pustet auch der Fahrer ist? Auch wenn es in anderen Ländern schon im Einsatz sein soll, so wundert es mich, daß die deutschen Behörden ein solches System zulassen würden. Da sollte schon, wie der Vorposter angemerkt hat, zumidest eine Art DNA-Abgleich beim Pusten zur Identifizierung des Fahrers stattfinden.
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