62. IAA in Frankfurt: Ausblick

geschrieben am 12.09.2007 um 19:24 Uhr

 Die Internationale Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main startet morgen. Vom 13.09. bis 23.09.2007 präsentieren viele Hersteller unter dem Motto „Sehen was morgen bewegt“ ihre neuen Modellpaletten. Ein besonders großes Thema auf der IAA ist dieses Jahr der Umwelt- und Klimaschutz. Interessant dabei ist, dass die Ideen der Hersteller von den zukünftigen Technologien und Kraftstoffen für umweltfreundliche Autos teilweise ähnlich sind, sich im im Detail aber doch unterscheiden.

So hat zum Beispiel General Motors mehrere Ideen, um ihre zukünftigen Autos umweltfreundlich zu gestalten. Neben der bereits bekannten E-Flex-Variante setzt GM auch auf E85 Ethanol und Hybridantriebe. Wie auch einige andere Hersteller versucht sich GM zudem noch an der Brennstoffzellen-Technologie, Hydrogen 4 genannt. Concept Cars dazu sind schon vorhanden, aber wie bei anderen Herstellern steht die Marktreife noch in weiter Ferne.

Auch Citroên setzt auf eine ähnliche Technologie wie E-Flex. Ausgestattet mit einem Hybridantrieb, lässt sich der Cactus sich im Stadtverkehr in den Zero-Emission-Modus umschalten, wodurch das Fahrzeug nur durch eine Elektromaschine betrieben wird. Besonders auf Fahrten mit häufigen Wechsel zwischen Beschleunigung und Bremsen entfaltet der Hybrid sein volles Potential bei der Bremsenergie-Rückgewinnung. Der HDi-Diesel des Concept-cars „C-Cactus“ bringt es auf 70 PS und der Elektromotor bringt weitere 30 PS. Dabei stößt der Cactus nur 2,9 l CO2 auf 100 Kilometer aus. Das entspricht 78 g/km im EU-Gesamtzyklus. Neben der Verbesserung am Antriebssystem soll der neue CITROĒN auch besonders umweltschonend produziert werden. So sollen viele bereits recycelte oder leicht recycelbare Materialien zum Einsatz kommen. Durch das Weglassen von unnötigen Bauteilen wird das Gewicht um 15 Prozent gegenüber dem C4 Hybrid HDi reduziert.

Bosch stellt neue und verbesserte Dieselsysteme und -komponenten vor. Zum Beispiel Keramik-Glühstäbe mit verlängerten Nach- und Zwischenglühzeiten. Diese sollen weniger Emissionen verursachen bei gleichzeitig spezifisch verbesserter Leistung. Weitere Neuerungen sind bei den Common-Rail-Systemen, den Partikelfiltern und bei Denoxtronic PC/LD-Systemen zu finden. All diese Systeme sollen dazu beitragen, die Motoren effizienter und emissionsärmer zu machen. Zum Beispiel bei der Kombination aus Denoxtronic und SCR-Katalysator wird dem Abgas das Reduktionsmittel AdBlue beigemischt. Das besteht aus 32,5 Prozent aus Harnstoff, welches auch in der Kosmetika Anwendung findet. Dieses wird vom Denoxtronic-System aufbereitet und mittels Dosiermodul vor dem SCR-Katalysator dem Abgasstrom beigefügt. Dort entsteht aus dem Harnstoff Ammoniak. Das Ammoniak reduziert in einer weiteren Reaktion die Stickoxide zu Wasser und Stickstoff.

VW sieht die Zukunft für alternative Kraftstoffe eindeutig im Erdgas. Das Modell Touran EcoFuel leistet 80 kW bei einem Hubraum von 2,0 Litern und bewältigt eine Strecke von 310 km im Gasbetrieb bzw. 440 km mit Benzinreserve. Die vier Gastanks fassen 18 kg und sind so am Unterboden angebracht, dass die gesamte Ladefläche des Touran erhalten bleibt. Derzeit gibt es bereits 750 Tankstellen in Deutschland, so dass man sich um Gasnachschub keine Sorgen machen muss. Dieses Netzwerk soll in den nächsten Jahren um über 1.000 weitere Tankstellen anwachsen.

Wir werden in diesem Blog weiter über über die diesjährige IAA berichten.

Informationen

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Kommentare

Daniel schrieb am 29.11.2007 um 16:51 Uhr:
War mal wieder eine spitzen IAA!
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